Osteoporose erkennen, verstehen und behandeln

Eine Knochendichtemessung reicht zur Diagnose nicht aus.

( Ultraschall ist zu ungenau).

 

Eine Messung mit der Computertomographie sollte vermieden werden, weil dabei die Röntgenbelastung 80-100 mal höher ist als bei einer DXA-Messung. Dies ist das einzige Verfahren, das nach den Leitlinien für die Osteoporosevorbeugung empfohlen wird.

 

Medica Aktuell, 17.11.2011

Zu viel Kalzium schadet - auch bei Osteoporose

Die Bedeutung der Kalzium-Supplementation bei Patienten mit Osteoporose hat sich gewandelt.Nach Angaben von Professor Johannes Pfeilschifter aus Essen belegen epidemiologische Studien, dass eine Kalziumzufuhr über 700mg täglich keinen zusätzlichen Nutzen in der Frakturprophylaxe bringe.

Metaanalysen hätten sogar eine geringe Zunahme von Femurfrakturen bei sehr hoher Kalziumzufuhr belegt, so Pfeilschifter weiter.

Zudem mehrten sich die Hinweise, dass eine Kalziumsupplementierung unabhängig von einer Supplementierung mit Vitamin D möglicherweise mit einer erhöhten Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse einhergeht.

Nicht geändert habe sich dagegen die Empfehlung einer ausreichendern Versorgung mit Vitamin D, so Pfeilschifter. Ziel sei hier eine Serumkonzentration von mehr als 20ng/ml 25-Hydroxy-Vitamin D3. Bei den meisten Risikopatienten könne dies über eine orale Supplementierung mit 1000 bis 2000 IE Vitamin D3 täglich.

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