März 2010

Der Feind befällt das Nervensystem

Albert Scheffold will eine Selbsthilfegruppe für Polyneuropathie-Betroffene aufbauen 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schmerzen, Schwellungen, Durchblutungsstörungen:

Polyneuropathie hat viele Symptome. (Foto: arc)

 

Erfahrungsbericht PNP 

 

 

ACHSTETTEN / ry Bis Ostern 2010 ist Albert Scheffold aus Achstetten, langjähriger Bauleiter bei einem Großkonzern, nie ernstlich krank gewesen.

 

Es begann im März 2010. Nach schwerer körperlicher Arbeit die Woche davor, konnte ich am Montag nicht mehr aufstehen, konnte keinen Fuß oder Arm bewegen. Ich dachte an einen Ganzkörper-Muskelkater und wollte mich ein paar Tage ausruhen.

Eine Woche später, immer noch gelähmt, wurde ich dem Hausarzt vorgestellt. Nach der Blutuntersuchung (alle Werte völlig konfus) wurde sofort eine Überweisung zum Onkologen vollzogen. 

 

Nach 6wöchiger ergebnisloser Blut und Urin Untersuchungen wurde ich im Bundeswehrkrankenhaus  vorgestellt. Ich wurde sofort stationär einbehalten. Cirka 50 Ärzte mit Ihren Assistenten und Studenten und alle verfügbaren Geräte und Maschinen wurden in den 2 Wochen durchlaufen. 

Nach einer Gabe  Cortison, konnte ich mich wieder 5m weit bewegen und wurde entlassen.

Die Diagnose lautete – Polymyalgia Rheumatika –  Mit der Empfehlung, einen niedergelassenen Rheumatologen aufzusuchen. 

 

Bis zum Vorstellungstermin beim Rheumatologen musste ich 3mal als Notfallpatient in die Uniklinik Ulm eingeliefert werden, und das Cortison wurde jedes mal wieder erhöht.

Beim 4. mal wurde ich für eine Woche stationär aufgenommen. Anschließend sollte ich eine Reha besuchen, aber bis dahin dauerte es nochmal 4 Wochen. ( kein Bett frei)

Ich konnte kaum 5 Meter laufen und auch die rechte Hand war wie gelähmt

 

Die Reha Mitarbeiter bemühten sich, aber sie konnten mir nur raten 

 

“machen sie was ihnen gut tut“ 

 

In der Zwischenzeit diagnostizierte der niedergelassene Rheumatologe eine zurückliegende Borelliose und einen Hanta Virus und ordnete eine  Antibiotika Therapie an

Auch wurde in seinem Arztbrief erstmals ein GBS angedacht, damals konnte ich mit diesem Wort „GBS“ nichts anfangen. (Akute PNP)

Nach den neurologischen Untersuchungen der Uni Ulm, der Antibiotika-Therapie (vom Rheumatologen) und nach Ende der Reha wurde eine CIDP diagnostiziert. CIDP deshalb, weil Cortison bei mir wirkt, und bei GBS wirkt Cortison nicht. Außerdem ist die Erkrankung nach ca. 7 Monaten eh chronisch.

Ich wusste nicht mehr weiter.

 

Nach diesen Erfahrungen entschied ich mich im März 2011 zur Bildung einer Selbsthilfegruppe Polyneuropathie. Und wurde später  Mitglied und 1. Vorstand bei der Deutschen GBS Initiative e.V. 

 

Von Betroffenen meiner SHG erfuhr ich, dass Immunglobuline bei dieser Erkrankung eine gute Therapie sei.

Und noch etwas konnte ich in Erfahrung bringen, Sport und Bewegung, damit die Muskulatur wieder aufgebaut werden kann.

 

Ich war ja mittendrin im Umbau von meinem Bauernhof. Jeden Tag war ich auf der Baustelle, auf allen vieren die provisorischen Treppen 

rauf und runter und Material angeschleppt. Ich wusste nur eines, du musst wieder auf die Beine kommen.

 

Ich sagte mir „das lasse ich mir von meinem Körper nicht gefallen“

 

Drei als Privatpatient aufgesuchte Neurologen – (PD / Professoren ) – konnten mir nur eine Verdoppelung von Lyrica bzw. Schmerzmittel empfehlen. Verordneten mir keine Immunglobuline. ( ca. 3000,00 € mtl.)

 

Mit meiner neuen Neurologin stellten wir fest, dass Lyrica bei mir nicht wirkt, und es wurde ausgeschleicht.

Auch Cortison wurde ausgeschleicht und mit Azathioprin ersetzt. Auch dieses wurde nach ca. 5 Monaten abgesetzt.

In der Zwischenzeit hatte ich noch 2 Ellbogen-Schleimbeutel Operationen, weil die Fieberglas-Stab-Therapie nicht vertragen wurde.

 

In der Uni Klinik Tübingen habe ich dann endlich einen Professor gefunden der mir die Immunglobuline – Therapie ermöglichte.

 

Mit der Immunglobulin-Therapie ging es aufwärts.

Seit dieser Therapie ging und geht es mir immer besser und heute kann ich wieder normal arbeiten. 

 

Gegen meine schlimmen Krämpfe in den Beinen erlernte ich autogenes Training und kann heute die Krämpfe sofort wegbeamen.

 

In der Zwischenzeit habe ich festgestellt dass ich mit Wärme, autogenem Training  und viel Bewegung meine Schmerzen gut in den Griff bekomme, und nur noch selten Ibuprofen, die bei mir am besten wirkten, einnehmen musste.               

Zum Einschlafen wende ich Selbsthypnose an,  danach brauchte ich auch keine Ibuprofen Pillen mehr.

 

Barfußlaufen trotz der Schmerzen zur Desensibilisierung der Nerven an den Fußsohlen war auch ein ständiges Training.

 

Allerdings sind meine Schmerzen und die Missempfindungen in der Fußsohle bis jetzt geblieben und ich hoffe, dass mit meiner Willenskraft, den Schmerz auszublenden, und den sportlichen Aktivitäten dies auch noch besser wird, oder Stillstand bleibt.

 

Wegen einer neu aufgetretenen Autoimmunerkrankung „Niereninsuffizienz“, die vorrangig behandelt werden musste, haben wir nach 2,5 Jahren die Immunglobulin Therapie abgesetzt, und hoffen dass es Stillstand bleibt. Nach weiteren 4 verschiedenen Niereninsuffizienztherapien konnte auch hier eine Besserung festgestellt werden

Dass auch nach der letzten DXA Messung meine Osteoporosewerte und der Weiße Hautkrebs wieder im Normalbereich sind, liegt an den Medikamenten, und auch an der Ernährungsumstellung mit meiner Ernährungswissenschaftlerin und den konsequenten eigenen Therapien.    

                 

 

 Infos unter Telefon 07392 / 700 68 36 

 

 

Deutsches Trinkwasser ist Spitze

Unser Trinkwasser ist oft besser als diverse Mineralwasser.

Totzdem ist Vorsicht geboten!

 

In Gegenden mit starken Kiesuntergründen sickern die Düngemittel, Fäkalien- und  Gülledüngungen  schneller ins Grundwasser.

 

Die lokalen Zeitungsanzeigen und Berichte über Ihr Trinkwasser müssen beachtet werden!

Vor Wundermitteln wird gewarnt

Verbraucher sollten sich nicht von Heilsversprechen blenden lassen.

 

Berlin (dpa) - Oft steckt hinter vermeintlichen Wundermitteln reine Geschäftemacherei. Für Schwindeleien gibt es verschiedene Indizien, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). So sei etwa der Hinweis, dass ein Präparat nur in Apotheken erhältlich ist, keine Qualitätsgarantie. Die in Anzeigen oft genannte PZN, kurz für Pharmazentralnummer, ist nur eine Bestellnummer. Echte Arzneimittel dagegen tragen eine Zulassungsnummer (Zul.-Nr.) auf der Verpackung. Ihre Wirksamkeit wurde in klinischen Studien nachgewiesen.

Verbraucher sollten spätestens dann skeptisch sein, wenn dem Präparat eine geheimnisvolle oder exotische Herkunft zugeschrieben wird, und es gegen viele unterschiedliche Krankheiten wirken aber gleichzeitig frei von Nebenwirkungen sein soll. Auch euphorische Patintenberichte im Internet können gefälscht sein. Besonders Vorsichtig sollten Kunden sein, wenn der Hersteller oder der Vertreiber eines Wundermittels nicht aus Deutschland komme. Ein weiterer Hinweis auf Schwindel seien Erfolgs- oder Geld- zurück-Garantien, erläutert Sellerberg.

Frei nach dem Motto "Was teuer ist, muss gut sein" müssten Patienten für solche Produkte oft viel bezahlen. Vorsicht sei auch angebracht, wenn ein Präparat verspricht, besser als die Schulmedizin zu sein. Das könne Patienten dazu verleiten, ihre bewährte Therapie ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker abzusetzen, oft mit dramatischen Folgen für die Gesundheit.

Pflaster und Salben mit Risiko

Medikamentenpflaster und Salben mit starken Schmerzmitteln können zu starken Überdosierungen führen.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Apotheker

 

 

Eigene Test's

Test's die ich an meiner Person durchgeführt habe.

(mit ca. 8Wochen Wirkzeit)

  Die Ergebnisse sind nur auf meine Person zutreffend!

Medikamente/

Anwendungen bzw. Therapie

Note

(1-6)

1=sehr gut

Bezeihnung/ Erklärungen
Juice Plus       6

Wurde über Radio 7 publiziert und vertrieben als Sportler- Fitness-Wunderpille. Absolut keine spürbaren pos. Auswirkungen (sehr teuer) Als es geliefert wurde habe ich erst erfahren, dass es eine Abmagerungskur ist

( Nahrungsergänzungsmittel)

Weihrauch-Pillen        6  Keine pos. Auswirkungen 
Lyrica        6 keine Schmerzlinderung 
Andullations-Therapie        2

Durch die Frequenz-massage Muskellockerung, etwas besseres Körperwohl- befinden, aber keine Schmerzlinderung.

Kann nur als Komplettgerät angewendet werden.  (Kauf sehr sehr teuer) kann auch gemietet werden. Geräte stehen in einigen Gesundheitszentren, eine Anwendung für ca. 10€

Hochtontherapie      ?

Soll bei diabetischer PNP erfolgreich sein, 

habe noch keinen Selbsttest gemacht           

Magnetfeldtherapie     6

Soll bei diabetischer PNP erfolgreich  sein

werde demnächst einen 8wöchigen Test mache.   

 

Nach ca 12 Testwochen konnte ich bei mir keine Auswirkungen feststellen  ( mein Krankheitsbild CIDP)

Tens       3

Elektro-Therapie - Langfristige Therapie

Gerät wird vom Hausarzt auf Rezept verschrieben

Moorpackung       4

Wärme ist für meine Füße immer gut

kann am ganzen Körper angewendet werden

(kann im Backofen / Micro erhitzt werden.) 

Wärme-Fußsack        4 Für die Füße optimal 
Pfefferminzöl        3 Erzeugt erst kaltes empfinden - für mich nichts
Urea Salbe       3 Erzeugt erst kaltes empfinden - für mich nichts
Quark       6     Hat nichts bewirkt

Grünlippmuschel-

Balsam

      2

erzeugt ein wohltuendes Gefühl

nimmt einiges an Schmerz weg

seitdem keine Pergamenthaut mehr

beheizbare - Schuhsohlen       1

Einmalig-stundenlang warme Füße.

el. Sohlen mit Elektronik( Thermostat) 

Kälte   Manche brauchen anstatt Wärme,- Kälte-anwendungen.  (Ich brauche Wärme)
Haarföhn       1 Schuhe anwärmen

Schmerzpflaster

      3

nimmt einiges an Schmerz weg

Vorsicht bei starker Dosierungs. ev. starke Nebenwirkungen.

Schamanismus

      6

bringt nichts  ( ev. die erste stunde danach, dann ist alles wie vorher.    (Abzocke)

  --alternative = Selbstheilungskräfte--

Selbstheilungskräfte       1 auch als Schmerztherapie - damit kann man sehr viel bewegen, man muß es immer und richtig machen und man kann es selber erlernen und anwenden.
Schmerz desensibilisieren      1

den Schmerz an der Schmerzstelle verstärken, durch stärkeren Reiz über längere Zeit.( Igelball, Bürste, Massieren etc. Laufen)

siehe auch unter: Schmerztherapie

Durchblutung der Füße      keine Socken tragen mit Gummizug
Immunglobuline      1

durch die Gabe von Immunglobuline habe ich die Muskeltätigkeit und Muskelkraft zu fast 100% wieder erhalten. Nebenwirkungen habe ich bis jetzt keine feststellen können  Die Schmerzen in den Füßen sind allerdings geblieben

Die Therapie läuft noch!

Hypnose -

Selbsthypnose

     1

  gut zu erlernen

ich wende es regelmässig an, um einzuschlafen

Brennessel-Therapie      3 laufe durch Brennesseln oder schlage sie an die Füße. Bessere Burchblutung festgestellt
 Weichbett- Schuheinlagen     5

wird vom Orthopäden verordnet

 

 Eigenurintherapie

 

    ?

Ein Betroffener unserer SHG hat seine PNP / MCS  positiv damit therapiert (Unterlagen können bei unserer SHG angefordert werden)

 Retterspitz

 

    5  keine spürbare Wirkung
 
 Sie sollten unbedingt ein Schmerztagebuch führen