Blutbilder - Laborwerte verstehen!

 

Lassen Sie sich immer von Ihrem Arzt eine Kopie von Ihren Blutwerte geben.

 

Dass Sie als Laie diese Kürzel auch verstehen können, erfahren Sie mehr unter dem folgenden Link.

 

Klicken Sie hier, um mehr über Ihre Blutwerte/Laborwerte zu erfahren.

 

Begriffe und Erläuterungen

AUTOIMMUNERKRANKUNG

Oberbegriff für Krankheiten, deren Ursache eine Überreaktion des Immunsystems  gegen körpereigenes Gewebe ist. Fälschlicherweise erkennt die Immunabwehr körpereigenes Gewebe als zu bekämpfenden Fremdkörper.       Dadurch kommt es zu heftigen Entzündungsreaktionen, die Schäden an den betroffenen Organen nach sich ziehen.

 

BETA-INTERFERONE ( INTERFERON)

Medikamente für die Langzeittherapie der schubförmigen MS. Derzeit sind vier Beta-Inferone in Deutschland zugelassen: Avonex, Rebif, Betaferon und Extavia. Alle vier Präparate müssen gespritzt werden. Sie werden entweder subkutan (ins Unterhautfettgewebe) und/oder intramuskulär (in den Muskel) gespritzt. Der Unterschied zwischen den beiden Interferonen liegt in der Herstellung: Interferon-beta-1a wird aus Säugetierzellen, Interferon-beta-1b aus Bakterien gewonnen

 

BLUTHIRNSCHRANKE (BHS)

Eine Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem Zentralnervensystem (ZNS)   Sie schützt das Gehirn vor Krankheitserregern oder anderen Stoffen im Blut. Bei einem MS-Schub können körpereigene Immunabwehrzellen, sogenannte T-Lymphozyten die Bluthirnschranke überschreiten und die Nerven des Gehirns schädigen. 

 

COPAXONE (siehe GLATIRAMERACETAT)  CORTISON

Ein in der Nierennebenrinde gebildetes Hormon, das für Medikamente künstlich hergestellt wird. Es wird bei Entzündungen eingesetzt.

 

DEMYELINISIERUNG

Schädigung oder Zerstörung der Myelinscheiden.

 

EDSS

Die Expanded Disabyliti Status Score oder Kurtzke-Skala dient der Quantifizierung des Behinderungsgrades bei der MS. Sie reicht von 0-10.

 

ESKALATIONSTHERAPIE

Die sogenannte Eskalationstherapie wird voübergehend eingesetzt, um die Krankheit zu stabilisieren, wenn die Immunmodulatorische Therapie mit den sogenannten Basis-Therpeutika das Fortschreiten der MS nicht in ausreichendem Maße verzögert. Hierbei kommt eine Behandlung mit Chemotherapeutika oder Natalizumab infrage.

 

GEFÄSSENDOTHELIEN

Die innerste Zellschicht von Blut oder Lymphgefäßen, also diejenige, die mit dem darin fließenden Blut bzw. Lymphe direkt in Kontakt kommt.

 

GLATIRAMERACETAT (Handelsname: COPAXONE)

Ein Immunmodulatorischer Arzneistoff, zur Behandlung der schubförmigen MS. Es handelt sich um einen künstlichen Eiweisstoff (Polypeptid) aus den

L-Aminosäuren Glutaminsäure, Lysin, Alanin und Thyrosin ( GLAT) Da seine Zusammensetzung den Bestandteilen der Isolierung von Nervenzellen ähnelt, soll es die bei MS auftretenden Entzündungsreaktionen im Zentralnervensystem vermindern und kann aufgrund der aktuellen Studienlage ebenso wie die Beta-Interferone zur initialen Therapie der MS empfohlen werden.

 

GLIAZELLE

Sammelbegriff für strukturell und funktionell von den Neuronen abgrenzbaren Zellen im Nervengewebe.

 

IMMUNGLOBULINE

Eiweißstoffe im Blut, die als Antikörper an den Immunreaktionen des Körpers beteiligt sind. Für die Herstellung der Medikamente werden diese aus dem Plasma von Blutspendern gewonnen. Immunglobuline werden alle vier Wochen intravenös, also in die Vene verabreicht.

 

IMMUNMODULATORISCH

Beeinflussung des Immunsystems - zum Beispiel durch Interferone. Immunmodulatorische Eiweiße, die bei Entzündungsreaktionen im Körper ausgeschüttet werden, können die Immunreaktionen sowohl verstärken als auch verringern.

 

IMMUNSUPPRESSIVA

Medikamente, die die natürliche Abwehrreaktion des Körpers unterdrücken 

 

 

 

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  LÄSIONEN  (PLAQUES)

Stellen im Gehirn oder Rückenmark, an denen eine Zerstörung der Myelinscheiden stattgefunden hat. Sichtbar werden Läsionen im Gehirn bei einer MTR ( Magnet-Resonanz-Tomographie. 

 

 

 

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  LUMBALPUNKTION

Entnahme von Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit ( auch Liquor cerebrospinalis genannt) aus dem Rückenmarkskanal im Lendenwirbelbereich. In der Flüssigkeit kann eine Entzündung im Zentralnervensystem nachgewiesen werden.

 

 

 

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